
My Cake 18.+19.11.2023: Holpriger Start
26. Mai 2025My Cake findet in 2023 gleich 2x statt
26. Mai 2025Da sitze ich nun vor dem PC und versuche das wunderbare ‚My Cake‘-Messewochenende für Euch in Worte zu fassen. Hätte ich das mal lieber gleich auf der Rückfahrt mit der Bahn gemacht, als die Gefühle noch so am sprudeln waren. Aber in einem sehr leisen Bahnwagen (die anderen Reisenden in meiner Nähe haben sich nicht unterhalten) habe ich mir irgendwie nicht getraut, meine Gedanken auf Band zu sprechen. Nun denn…blicken wir gemeinsam zurück.
Zunächst einmal ein Lob an die Deutsche Bahn – sie war pünktlich!
Am Freitag, 3. Februar habe ich mich auf die 8,5 Stunden Fahrt mit der Bahn nach Friedrichshafen begeben. Klar kann ich die Reisezeit von Hamburg aus um mind. 1 Std. verkürzen, aber dann müsste ich mehrfach umsteigen. Bei viel Gepäck und knappen Umsteigezeiten ist das allerdings keine Option für mich.
Am Bahnhof angekommen ging es dann mit dem Taxi gleich direkt zur Messehalle. Die Uhr tickte, Abgabe der Wettbewerbsstücke an diesem Tag nur bis 18.30 Uhr. Nachdem das erledigt war, konnte ich gleich viel entspannter sein und mir die Zeit nehmen, alle in meiner Nähe richtig zu begrüßen. Bei der Gelegenheit habe ich mich auch schon ein wenig umgeschaut: Welche Aussteller sind da, wie ist die Anordnung, wo ist was – die Messe hatte hier und da ein klein wenig umgestellt. Tja und dann ging es auch schon ins Restaurant zum Abendessen. Andere haben es ähnlich gemacht und man hat dort noch viele weitere Bekannte getroffen und begrüßt. Es ist halt eine große Zuckerkunstfamilie. ![]()
Beim Frühstück im Hotel am nächsten Morgen traf man weitere bekannte Gesichter aus Nah und Fern. Ein Stimmengewirr aus deutsch, niederländisch, italienisch und englisch hing in der Luft. Viel Zeit für Gespräche blieb aber nicht, die Messe rief!
Offiziell beginnt die ‚My Cake‘ um 9.30 Uhr, das Foyer ist allerdings schon um 9 Uhr für die Besucher freigegeben. Und die Besucher, sie warteten schon. An dieser Stelle ein großes Lob an diese für ihr diszipliniertes Verhalten. Überall wurde sich vorbildlich in die jeweiligen Warteschlangen eingereiht, sei es für Tombola-Lose, die Help with Cake-Collab, die Exponate des Tortenwettbewerbs oder die ewig lange Kassenschlange von ‚Tasty me‘ (‚Tasty me‘ war einer der Aussteller. Man hatte dort nur eine Kasse und die Warteschlange ging zeitweise quer durch die ganze Messehalle).

Kurz vor der Messeöffnung am Samstag / Bild: Britta Thuns
Überhaupt, die Besucher waren an beiden Messetagen an allem sehr interessiert. Es wurden wieder viele Fragen an die Vorführenden an den Ständen gestellt. Die Mitmach-Aktionen auf der Fläche waren gut frequentiert und hätten teilweise noch mehr Plätze/Termine gebraucht.
In einigen Gesprächen habe ich festgestellt, dass viele zum ersten Mal die ‚My Cake‘ besucht haben. Zudem war es meist auch die erste Tortenmesse grundsätzlich. Mit dem Angebot waren sie zufrieden und haben das Wiederkommen beim nächsten Mal fest eingeplant. Der ein oder andere will dann evtl. auch am Tortenwettbewerb teilnehmen. ![]()
Bei der Ausstellermischung gab es keine großen Überraschungen. Grundsätzlich waren alle Produkte aus dem Back- und Kuchendekobereich vertreten. Dazu noch ein paar Firmen mit ergänzendem Warenangebot wie z.B. Thermoboxen für den Transport, Liköre, Belgische Pralinen/Schokolade. Sicher könnten da gerne noch mehr Aussteller sein, aber dadurch haben einige gleiche/ähnliche Sortimente und das ist den Besuchern dann auch wieder nicht recht. Zudem darf man nicht vergessen, welcher Aufwand und Kosten hinter so einem Stand stehen. Durch Corona wurde die Branche dezimiert und bestehende Reserven aufgebraucht. Da überlegt es sich so mancher, ob sich für ihn derzeit ein Messeauftritt lohnt.
Mittig der Hallenfläche war in diesem Jahr das Tortencafé der Konditorei Weber & Weiss angesiedelt. Nur alleine schon vom Anschauen der vielen vielen Torten und Gebäckstücke ist mein Hüftgold gewachsen. Ich möchte nicht wissen, wie viele Kuchen sie an diesem Wochenende verkauft haben. Selbstredend habe ich mich „geopfert“ und ein bisschen was probiert.
Cappuccino-Sahne, Himbeer-Schoko und Frankfurter Kranz – lecker! Letzter war übrigens so total anders als erwartet. Ein fluffiger Teig, Vanillecreme und eine Kirschfüllung mit ganzen Kirschen und Alkohol. Der „Frankfurter Kranz“, den ich bei meinem Besuch im September letzten Jahres in einem Frankfurter Kaffeehaus hatte, war nichts dagegen.
Apropos „Frankfurter Kranz“ – in diesem Jahr war das der Kuchen für den Wettbewerb „Essbarer Kuchen“. Man musste sich im Vorweg bei der Messe bewerben. Die Finalisten wurden ermittelt. Backen konnten diese am heimischen Herd. Zur Messe brachten sie dann den fertigen Kuchen mit oder -wie ich von einer Teilnehmerin weiss- nur den ungefüllten Kranz. Sie hat dann im Hotelzimmer erst die Buttercreme angerührt und ihr Exemplar gefüllt und dekoriert und danach im Mobilen-Mini-Kühlschrank gelagert. Die Blindverkostung der Werke durch eine fachkundige Jury fand auf der großen Live-Bühne im Foyer statt. Alle Finalisten erhielten Urkunden und je nach erzielter Platzierung unterschiedliche Preise (z.B. Backbücher, Handmixer).

Verkostung Essbarer Kuchen / Foto: Messe Friedrichshafen
Die Live-Bühne hatte wie immer ein sehr abwechslungsreiches Programm an diesem Wochenende. Moderator war wie schon in den Vorjahren Nik Herb. Einige Vorführungen wurden an beiden Tagen gehalten, damit auch Besucher, die nur an einem Tag vor Ort waren, diese genießen konnten. Das betraf vor allem die Interviews mit den Kandidaten der Jubiläumsstaffel von „Das große Backen“ aus 2022. Sie sind nach ihrer Teilnahme an der Fernsehsendung vom Kuchen-Virus vollständig „infiziert“ und streben neue Berufswege im Back- und Konditoreigewerbe an.
Grundsätzlich ist mir aufgefallen, dass gefühlt diesmal sehr viele Kandidaten von „Das große Backen“ vertreten waren: Monika Triebenbacher (Gewinnerin 2015) zeigte die richtige Herstellung von Macarons; Sebastian Kronseder (Teilnehmer 2016) machte Dank Airbrush aus Fondant realistisches T-Bone-Steaks; Patrick Dörner (Gewinner 2017) gab ebenfalls Workshops und war mit einem eigenen Stand vertreten, dort hat ihm Kathy Jungbluth (Teilnehmerin 2015) im Verkauf geholfen; Andrea Lanziner (Teilnehmerin 2018) bot Rosen modellieren als Mitmachaktion an und Agnes Linsen (Gewinnerin 2016) hat mit Kindern in der Kids-Area Kekse dekoriert. Dazu kamen die Kandidaten der Jubiläumsstaffel 2022: Gewinner Raheem Haidar hat Workshops und Live-Vorführungen auf der Bühne abgehalten, zudem hatte er einen eigenen Stand; Raiko Kiesler, Nina Ries, Dörthe Thie und Christa Walser hatten einen Gemeinschaftsstand. Dort konnte man abwechselnd Mitmachworkshops besuchen und selbstverständlich Selfies mit ihnen machen und Autogramme schreiben lassen. Bestimmt mussten sie auch die allerseits beliebte Frage beantworten „was passiert mit den ganzen Kuchen nach der Verkostung durch Betty und Christin?“
Die ebenfalls angekündigte Caterina Barreta hat krankheitsbedingt gefehlt.
Ich kam mir ein bisschen wie ein Promi vor
Wer ebenfalls für viele Fotos angefragt wurde, waren meine neuen Torten-Schuhe. Der Absatz in Form einer Teekanne war einfach der Hit. Eine Frau wollte sogar auch ein Foto mit mir zusammen und nicht nur von den Schuhen.

Afternoon Treats von Irregular Choice / Foto: Britta Thuns

